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	<title>Kommentare zu: Das Gesicht Europas</title>
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	<description>Überwinde deine Schreibblockade</description>
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		<title>Von: Martin Schimak</title>
		<link>http://www.schreibblogade.at/2009/11/das-gesicht-europas/comment-page-1/#comment-79</link>
		<dc:creator>Martin Schimak</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 08:57:02 +0000</pubDate>
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		<description>Hi,

Es geht mir nicht um Aussehen und Anzugfarbe. Es geht auch nicht darum jemand, der noch wenig Gelegenheit hatte sich zu profilieren, die Ausstrahlung eines Buchhalters zu attestieren. Da liegt glaub vielleicht noch ein gewisses Missverständnis vor.

Van Rompuy und Ashton können und werden sich profilieren.

Das was ich kritisiere ist, dass man nicht nur durch diese Bestellung, sondern auch durch vorangegangene (besonders gut ist mir die der Auswahl von Barroso vorangegangene Debatte) klar geworden ist, dass internationales Profil, Erfahrung und Bekanntheitsgrad anscheinend NEGATIV in die Waagschale fallen. Oder eben pointiert ausgedrückt: die SUCHEN vorsätzlich nach Profil, Erfahrung und Bekanntheitsgrad eines Buchhalters. :-) Auch wenn sie sich dann vielleicht täuschen und die bislang graue Maus sich als im Sinn Europas ausgezeichnete Wahl entpuppt (aber eben nicht im Sinn der nach möglichst grauen Mäusen suchenden Staatschefs...)

Darum gings mir zumindest. Weiss ja nicht auf welche Medienberichte Du anspielst.

PS: Du brauchst dringend das Notify per eMail PlugIn. Ohne gehts Nachverfolgen für viele User (wie mich) gar nicht... Kommentare RSS ist nicht so praktisch...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi,</p>
<p>Es geht mir nicht um Aussehen und Anzugfarbe. Es geht auch nicht darum jemand, der noch wenig Gelegenheit hatte sich zu profilieren, die Ausstrahlung eines Buchhalters zu attestieren. Da liegt glaub vielleicht noch ein gewisses Missverständnis vor.</p>
<p>Van Rompuy und Ashton können und werden sich profilieren.</p>
<p>Das was ich kritisiere ist, dass man nicht nur durch diese Bestellung, sondern auch durch vorangegangene (besonders gut ist mir die der Auswahl von Barroso vorangegangene Debatte) klar geworden ist, dass internationales Profil, Erfahrung und Bekanntheitsgrad anscheinend NEGATIV in die Waagschale fallen. Oder eben pointiert ausgedrückt: die SUCHEN vorsätzlich nach Profil, Erfahrung und Bekanntheitsgrad eines Buchhalters. :-) Auch wenn sie sich dann vielleicht täuschen und die bislang graue Maus sich als im Sinn Europas ausgezeichnete Wahl entpuppt (aber eben nicht im Sinn der nach möglichst grauen Mäusen suchenden Staatschefs&#8230;)</p>
<p>Darum gings mir zumindest. Weiss ja nicht auf welche Medienberichte Du anspielst.</p>
<p>PS: Du brauchst dringend das Notify per eMail PlugIn. Ohne gehts Nachverfolgen für viele User (wie mich) gar nicht&#8230; Kommentare RSS ist nicht so praktisch&#8230;</p>
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		<title>Von: schimi</title>
		<link>http://www.schreibblogade.at/2009/11/das-gesicht-europas/comment-page-1/#comment-78</link>
		<dc:creator>schimi</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 17:18:38 +0000</pubDate>
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		<description>Hi, danke für deinen Kommentar! Ich tu mir nur insofern ein bisschen schwer damit, weil es ja in meinem Text nicht um eine Kritik (weder positive noch negative) an der politischen Entscheidung geht, sondern um eine Kritik an der Berichterstattung darüber. Und in diesem Sinn machst du finde ich ein wenig dasselbe, was ich den Medien ankreide: Eine Art Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation (die ich durchaus nachvollziehbar finde), aber keine konkreten Namen wer denn nun besser gewesen wäre und vor allem WARUM (auch wenn ich das von dir hier jetzt natürlich nicht unbedingt verlangen würde, von den Medien aber schon).
Insofern zu deinem 1. Punkt: Hab mich vielleicht ein bisschen missverständlich ausgedrückt, meinte natürlich nicht, dass Blair überhaupt der einzige Kandidat war, sondern der einzige Kandidat mit einer Art internationalem Starprofil. Juncker wäre sicher ein interessanter Kandidat gewesen, nur bezweifle ich, dass Luxemburgs Regierungschef vor allem ausserhalb Europas wirklich sehr viel bekannter ist, als jener von Belgien, das spielt für mich ungefähr in derselben Liga. Aber wenn er derjenige wäre, den sich die Medien gewünscht hätten, dann müssten sie das jetzt sagen und argumentieren. Was Steinmeier betrifft, muss ich zugeben habe ich über ihn nie etwas als ernsthaften Kandidaten gelesen, weil ich eigentlich dachte, Merkel und Sarkozy hatten sich schon sehr frühzeitig im Prozess darauf geeinigt, keinen deutschen oder französischen Kandidaten zu nehmen.
Zum Punkt 2: Dass die EU auf die wenigen setzen müsste, die man hat, da stimmte ich dir voll und ganz zu. Nur eben wieder: Wer genau sind denn diese wenigen und warum? Das müsste in den Medien gesagt werden. Und am Besten nicht nur im Nachhinein, sondern schon vorher. Wenn die internationalen Medien (nicht nur die jeweils nationalen) zum Beispiel wirklich Steinmeier so gut gefunden hätten, warum dann nicht Stimmung machen, Druck erhöhen?
Oder um beim Beispiel Juncker zu bleiben: Ich stimme dir zu, auch ich kann mir gut vorstellen, dass Juncker die interessantere und darum bessere Entscheidung gewesen wäre. Nur das müsste in den Medien entsprechend argumentiert werden! Was für mich persönlich eben garnicht geht (aber vielleicht bin ich da allein), sind Argumente wie &quot;Ausstrahlung eine Buchhalters&quot;. Das sagt mir einfach nicht das, was ich wissen will. Daher erwarte ich mir von den Medien: Entweder konkrete Namen nennen und diese begründen, oder aber mit der Entscheidung leben und diese Neuen besser vorstellen, eben genau im Sinne von &quot;Profil schärfen&quot;, &quot;Idendifikationspotenzial herstellen&quot;, &quot;Bekanntheit schaffen&quot;. Nur bitte nicht ausschließlich über Aussehen, Anzugfarbe und Größe des Herkunftslandes berichten, und sich dann die nächsten fünf Jahre wundern, dass die Menschen so wenig über die EU wissen und sich nicht mit ihrer Politik identifizieren können.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi, danke für deinen Kommentar! Ich tu mir nur insofern ein bisschen schwer damit, weil es ja in meinem Text nicht um eine Kritik (weder positive noch negative) an der politischen Entscheidung geht, sondern um eine Kritik an der Berichterstattung darüber. Und in diesem Sinn machst du finde ich ein wenig dasselbe, was ich den Medien ankreide: Eine Art Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation (die ich durchaus nachvollziehbar finde), aber keine konkreten Namen wer denn nun besser gewesen wäre und vor allem WARUM (auch wenn ich das von dir hier jetzt natürlich nicht unbedingt verlangen würde, von den Medien aber schon).<br />
Insofern zu deinem 1. Punkt: Hab mich vielleicht ein bisschen missverständlich ausgedrückt, meinte natürlich nicht, dass Blair überhaupt der einzige Kandidat war, sondern der einzige Kandidat mit einer Art internationalem Starprofil. Juncker wäre sicher ein interessanter Kandidat gewesen, nur bezweifle ich, dass Luxemburgs Regierungschef vor allem ausserhalb Europas wirklich sehr viel bekannter ist, als jener von Belgien, das spielt für mich ungefähr in derselben Liga. Aber wenn er derjenige wäre, den sich die Medien gewünscht hätten, dann müssten sie das jetzt sagen und argumentieren. Was Steinmeier betrifft, muss ich zugeben habe ich über ihn nie etwas als ernsthaften Kandidaten gelesen, weil ich eigentlich dachte, Merkel und Sarkozy hatten sich schon sehr frühzeitig im Prozess darauf geeinigt, keinen deutschen oder französischen Kandidaten zu nehmen.<br />
Zum Punkt 2: Dass die EU auf die wenigen setzen müsste, die man hat, da stimmte ich dir voll und ganz zu. Nur eben wieder: Wer genau sind denn diese wenigen und warum? Das müsste in den Medien gesagt werden. Und am Besten nicht nur im Nachhinein, sondern schon vorher. Wenn die internationalen Medien (nicht nur die jeweils nationalen) zum Beispiel wirklich Steinmeier so gut gefunden hätten, warum dann nicht Stimmung machen, Druck erhöhen?<br />
Oder um beim Beispiel Juncker zu bleiben: Ich stimme dir zu, auch ich kann mir gut vorstellen, dass Juncker die interessantere und darum bessere Entscheidung gewesen wäre. Nur das müsste in den Medien entsprechend argumentiert werden! Was für mich persönlich eben garnicht geht (aber vielleicht bin ich da allein), sind Argumente wie &#8220;Ausstrahlung eine Buchhalters&#8221;. Das sagt mir einfach nicht das, was ich wissen will. Daher erwarte ich mir von den Medien: Entweder konkrete Namen nennen und diese begründen, oder aber mit der Entscheidung leben und diese Neuen besser vorstellen, eben genau im Sinne von &#8220;Profil schärfen&#8221;, &#8220;Idendifikationspotenzial herstellen&#8221;, &#8220;Bekanntheit schaffen&#8221;. Nur bitte nicht ausschließlich über Aussehen, Anzugfarbe und Größe des Herkunftslandes berichten, und sich dann die nächsten fünf Jahre wundern, dass die Menschen so wenig über die EU wissen und sich nicht mit ihrer Politik identifizieren können.</p>
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		<title>Von: Martin Schimak</title>
		<link>http://www.schreibblogade.at/2009/11/das-gesicht-europas/comment-page-1/#comment-77</link>
		<dc:creator>Martin Schimak</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 15:59:09 +0000</pubDate>
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		<description>Heute kann ich Dir ausnahmsweise nicht zustimmen, deshalb gibt es einen Kommentar:

1. Es ist mE faktisch falsch, dass nur Blair im Spiel war. Es gab jede Menge Kandidaten, die sich zumindest unter Politikinteressierten bereits einen Namen gemacht haben. Juncker und Steinmeier fallen mir jetzt gerade spontan ein, aber da waren noch einige mehr. Und als Barroso vor einigen Jahren ernannt wurde war es doch dasselbe: es gab jede Menge hochkarätige Kandidaten, geworden ist es einer, den man noch kaum kannte und potentiell auch nicht zutraute allzuviel eigenständiges politisches Profil zu entwickeln. Und so wars dann leider auch. 

Inoffizielles Qualifikationskriterium für die Top Jobs in Europa ist es die Ausstrahlung eines Buchhalters zu haben.

2. Gerade *weil* es in Europa aufgrund der Nationen und Sprachen so schwer ist übernationale Stars zu haben, die Identifikationspotential bieten muss man auf diejenigen setzen, die man hat. Natürlich heisst das nicht, dass unbekannte Leute schlecht sein müssen. Aber der Prozess hat das gegenteilige Problem aufgezeigt: wer sich bereits einen Namen gemacht hat, bereits Profil entwickelt hat, der hat dort keine Chance mehr, eben weil er durch seine Aktivität bereits Feinde hat und noch viel wichtiger: weil von vorneherein klar ist, dass die EU in der Bevölkerung als eigenständige politische Identität wahrgenommen werden könnte. Das will man wenns darauf ankommt verhindern.

Und gerade insofern gewinnt hier das &quot;nationalstaatliche Denken&quot;: nur ja keine Stars, die mich selbst überstrahlen könnten.

Das alles heisst nicht, dass Van Rompuy und Ashton schlecht sind. Aber es heisst, dass alle von denen man schon weiss, dass sie gut sind oder gar Charisma haben von vorneherein keine Chance haben. Das wurde - zurecht - kritisiert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Heute kann ich Dir ausnahmsweise nicht zustimmen, deshalb gibt es einen Kommentar:</p>
<p>1. Es ist mE faktisch falsch, dass nur Blair im Spiel war. Es gab jede Menge Kandidaten, die sich zumindest unter Politikinteressierten bereits einen Namen gemacht haben. Juncker und Steinmeier fallen mir jetzt gerade spontan ein, aber da waren noch einige mehr. Und als Barroso vor einigen Jahren ernannt wurde war es doch dasselbe: es gab jede Menge hochkarätige Kandidaten, geworden ist es einer, den man noch kaum kannte und potentiell auch nicht zutraute allzuviel eigenständiges politisches Profil zu entwickeln. Und so wars dann leider auch. </p>
<p>Inoffizielles Qualifikationskriterium für die Top Jobs in Europa ist es die Ausstrahlung eines Buchhalters zu haben.</p>
<p>2. Gerade *weil* es in Europa aufgrund der Nationen und Sprachen so schwer ist übernationale Stars zu haben, die Identifikationspotential bieten muss man auf diejenigen setzen, die man hat. Natürlich heisst das nicht, dass unbekannte Leute schlecht sein müssen. Aber der Prozess hat das gegenteilige Problem aufgezeigt: wer sich bereits einen Namen gemacht hat, bereits Profil entwickelt hat, der hat dort keine Chance mehr, eben weil er durch seine Aktivität bereits Feinde hat und noch viel wichtiger: weil von vorneherein klar ist, dass die EU in der Bevölkerung als eigenständige politische Identität wahrgenommen werden könnte. Das will man wenns darauf ankommt verhindern.</p>
<p>Und gerade insofern gewinnt hier das &#8220;nationalstaatliche Denken&#8221;: nur ja keine Stars, die mich selbst überstrahlen könnten.</p>
<p>Das alles heisst nicht, dass Van Rompuy und Ashton schlecht sind. Aber es heisst, dass alle von denen man schon weiss, dass sie gut sind oder gar Charisma haben von vorneherein keine Chance haben. Das wurde &#8211; zurecht &#8211; kritisiert.</p>
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