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	<title>Schreibblogade &#187; Internet</title>
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		<title>Gezwitscher</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 11:21:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schimi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, jetzt bin ich auch ein Twitterer. Gerade eben hab ich meinen Twitter Account eingerichtet, und werd nun die kommenden Wochen und Monate damit verbringen mich in dieser neuen Welt zurecht zu finden. Entgegen so mancher Annahme, bin ich ja traditionell ein echter Spätstarter was Web 2.0 betrifft. Das muss ich ehrlich zugeben: Ich bin keiner von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, jetzt bin ich auch ein <a href="http://twitter.com/schimi24" target="_blank">Twitterer</a>. Gerade eben hab ich meinen Twitter Account eingerichtet, und werd nun die kommenden Wochen und Monate damit verbringen mich in dieser neuen Welt zurecht zu finden. Entgegen so mancher Annahme, bin ich ja traditionell ein echter Spätstarter was Web 2.0 betrifft. Das muss ich ehrlich zugeben: Ich bin keiner von denen, die bei neuen Web-Trends sofort auf den rasenden Zug aufspringen. Meistens hab ich die Dinge erst ein Weilchen aus sicherer Distanz beobachten müssen, um mir wirklich einen persönlichen Zugang dazu zu verschaffen. Das hat nichts mit einer prinzipiellen Ablehnung zu tun. Im Gegenteil. Oft hab ich mir gedacht &#8220;Coole Sache&#8221;, aber wirklich selbst verwendet hab ich es deswegen noch lange nicht. Das hat mehr mit der Definition des Sinn und Zwecks für mich ganz persönlich zu tun. Ich brauch wohl meistens ein bisschen, um für mich definieren zu können, was mir dieses oder jenes Medium wirklich bringt.</p>
<p>Auf Facebook bin ich beispielsweise erst letztes Jahr eingestiegen, und zwar im Zuge meiner Weltreise. Der schnelle und unkomplizierte Austausch von Kontakten hat sich da einfach als wirklich praktikabel für mich heraus gestellt. Dadurch hab ich einen wirklichen Sinn für mich erkennen können, weil das in Kontakt bleiben mit Leuten, die über den Erdball verstreut sind, via Facebook wirklich gut klappt, viel besser eben als wenn man nur die EMail Adressen hätte.</p>
<p>Diesen Blog hab ich überhaupt erst dieses Jahr begonnen. Lange Zeit hatte ich Zweifel, ob mir das wirklich Spaß machen würde, und was es für mich bringen würde. Irgendwann hats dann für mich scheinbar doch gepasst, darüber hab ich <a href="http://www.schreibblogade.at/uber-schreibblogadeat/#Bloggen" target="_blank">hier</a> schon ausführlich geschrieben.</p>
<p>Ein Beispiel, zu dem ich bis heute noch keinen Zugang habe, und den ich wohl auch nicht mehr finden werde ist MySpace. Das war für mich immer irgendwie wie ein kleines Internet im Internet, quasi nochmal die Neuerfindung des Internets: Ins Internet stellt man selbst gestaltete Seiten mit persönlichen Inhalten. Genauso verhält es sich mit MySpace. Nur irgendwann ist da Internet so groß, dass man Beispielsweise die Seiten von kleinen Bands garnicht mehr so einfach findet. Dann gründet man MySpace, das sich thematisch hauptsächlich auf Bands konzentriert, um eine engere Vernetzung von Bands herzustellen. Das macht durchaus Sinn, aber eben nur so lange bis dieses Subnetz auch wieder zu groß geworden ist. Inzwischen hab ich meine Zweifel, dass es kleinen Bands noch viel Publicity bringt, auf MySpace vertreten zu sein. Wie dem auch sei, für mich persönlich ergab sich da nie ein Anknüpfungspunkt. </p>
<p>Ganz anders verhält es sich nun mit Twitter. Vielleicht sind meine Erwartungen zu groß, aber ich kann doch sagen: Noch nie hat mich ein Web 2.0 Trend so interessiert und gereizt wie Twitter. Das hat mehrere Gründe: Zum einen ergibt sich schon aus der Beschaffenheit der kurzen, maximal 140 Zeichen langen Nachrichten, eine gewisse Fokusierung auf klare und einfache Informationen. Das animiert auch dazu entsprechend interessante Informationen tatsächlich weiterzuleiten, was wiederum zu einer engen, weltweiten Vernetzung durch Twitter führt. Je spannender eine Nachricht, desto eher verbreitet sie sich durch das Twitter Netzwerk. Außerdem spricht mich auch das Konstrukt des &#8220;Followers&#8221; an, dass sich für mich wesentlich von den &#8220;Friends&#8221; in Facebook unterscheidet: In Facebook sammelt man, wie der Name schon sagt, eher Freunde um sich, zumindest aber Menschen, die einem in irgendeiner Form persönlich bekannt sind. In Twitter geht es hingegen neben Bekannten und Freunden auch darum, die Nachrichten von Menschen zu lesen, die einem nicht unbedingt wirklich persönlich bekannt sind, deren Inhalte man aber aus irgendeinem Grund für interessant hält. Dadurch ergibt sich auch der &#8220;News&#8221; Charakter von Twitter, den ich für besonders spannend halte: Auch so manche Journalisten und Promis sind auf Twitter unterwegs und berichten über sie betreffende Thematiken. In Österreich ist beispielsweise Armin Wolf ein gutes Beispiel, der Twitter dazu nützt zu tagespolitischen Themen so manche, etwas pointierter formulierte Nachricht zu schicken, die in seinen Sendungen keinen Platz hätte.</p>
<p>Aber auch abseits der offiziellen Medien-Vertreter verbreiten sich Nachrichten via Twitter rasend schnell: Die derzeitigen Unruhen im Iran sind nur eines von vielen Beispielen für News, über die auf  Twitter schon lange berichtet wurde, bevor beispielsweise CNN überhaupt Wind davon bekam. Nachzulesen zum Beispiel <a href="http://derstandard.at/fs/1244460599229/Soziale-Medien-CNNFail-Der-Iran-und-das-Versagen-der-klassischen-Medien" target="_blank">hier</a>. Also mal sehen, ob Twitter für mich hält was es verspricht.</p>
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		<title>Piraten</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 14:09:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schimi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute gebe ich mal mutig zwei Prognosen zum Thema Internet ab: Prognose 1: Das schwedische Gerichtsurteil gegen Pirate Bay wird keinen Rattenschwanz an ähnlichen internationalen Fällen nach sich ziehen (bzw. über kurz oder lang nicht einmal in Schweden selber halten). Prognose 2: Skype auf dem Handy zu benutzen wird ein großer Renner, trotz aller Gegenbemühungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute gebe ich mal mutig zwei Prognosen zum Thema Internet ab: Prognose 1: Das schwedische Gerichtsurteil gegen Pirate Bay wird keinen Rattenschwanz an ähnlichen internationalen Fällen nach sich ziehen (bzw. über kurz oder lang nicht einmal in Schweden selber halten). Prognose 2: Skype auf dem Handy zu benutzen wird ein großer Renner, trotz aller Gegenbemühungen von T-Mobile und Vodafone.</p>
<p>Nun bin ich natürlich kein Hellseher. Gut möglich, dass mich der eine oder andere Richter noch Lügen strafen wird. Gut möglich, dass sich schlichtweg keiner für Skype am Handy interessiert, und es keinen Markt dafür gibt. Das mag sein. Der springende Punkt ist aber: Beide Prognosen sind natürlich alles andere als mutig, weil wir ähnliche Entwicklungen schon mehrmals erlebt haben!</p>
<p>Es wird für mich immer faszinierend bleiben, wie manche Betroffenen angesichts neuer Entwicklungen im Internet nicht aus der Geschichte lernen wollen, sondern wie blind um sich schlagen und hoffen so diese Entwicklungen aufhalten zu können. Sei es die Musikindustrie im Umgang mit Tauschbörsen, seien es die Printmedien im Umgang mit Blogs. Immer wieder lernt man doch dasselbe: Wer sich schneller an die neuen Begebenheiten anpasst, und &#8211; ob es ihm gefällt oder nicht &#8211; versucht diese für sich zu nutzen, der wird am Ende überleben. Wer nur stur dagegen ankämpft wird auf der Strecke bleiben.</p>
<p>Das ist keine Frage der Moral oder von Gut gegen Böse. Ich sage ganz klar: Auch ich persönlich habe meine Probleme und Bedenken was beispielsweise Raubkopien im Internet angeht. Natürlich ist auch der Diebstahl von geistigem Eigentum letzten Endes Diebstahl. Die Tauschbörsen haben vielen, vor allem den kleinen Musikern sehr geschadet. Auch das ist kein Geheimnis. Ich persönlich heiße das Gratisrunterladen von Musik daher keinesfalls gut, und praktiziere es auch selber nicht. Tatsache ist aber, es existiert. Wer sich daher frühzeitig darauf einstellte und sich was einfallen lies das diesen neuen Begebenheiten entgegen kommt, sei das nun ein großer Konzern der etwas wie I-Tunes entwickelt, oder ein kleiner Musiker, der seine Platte gratis im Netz anbietet um PR für seine Konzerte zu machen, der steht heute besser da als jene, die Zeit und Geld in Klagen investiert haben, Klagen gegen irgendwelche Konzerne bei denen man noch Geld rausholen kann, oder gar gegen die eigenen Fans.</p>
<p>Daher, um auf meine Prognosen zurück zu kommen: Gewagt sind sie nicht, aus folgenden drei einfachen Gründen: 1. hätten solche Urteile wie jenes gegen Pirate Bay natürlich katastrophal weitreichende Folgen: Wer die Zugänglichmachung von Content im Internet verbietet, also unter Strafe stellt dass auf meiner Seite jemand einen Begriff eingibt, und dadurch die Information findet wo beispielsweise ein bestimmter illegaler Film zu finden ist, der verbietet beispielsweise auch Google, und der verbietet damit in letzter Konsequenz auch das Internet an sich. Das wird nicht machbar sein. 2. Das Urteil ergibt in Hinblick auf Prävention und Abschreckung keinerlei Sinn. Jedem Beteiligten muss klar sein, dass nach einem solchen Urteil bereits abertausende Leute mit neuen Geschäftsideen, sich herausgefordert fühlende Hacker oder vielleicht auch nur Möchtegern-Community-Helden in den Startlöchern scharren, um die nächste Idee auf den Markt zu bringen, den nächsten Weg um die neuen Regeln zu umgehen, den nächsten Schritt einer nicht aufzuhaltenden Entwicklung. 3. Während die Filmstudios hoffen bei Pirate Bay noch Geld rausschlagen zu können, sind die wahren Betroffenen gedanklich längst schon weitergezogen: Kein Musiker würde heute noch im Glauben Musik machen mit Plattenverkäufen zum Millionär werden zu können. Das ist vorbei.</p>
<p>Und mit der Skype Geschichte ist es nicht viel anders: Ich wünsche T-Mobile, Vodavone und ihren ganzen Anwälten viel Glück dabei sich Methoden zu überlegen wie sie Nokia und Co. dazu zwingen können keine Skype-Handies auf den Markt zu bringen. Und in der Zwischenzeit reiben sich jene kleineren Anbieter, die bereits die Zeichen der Zeit erkannt haben umso mehr die Hände, weil in dieser (Noch-)Nische mehr Platz bleibt. Und wenn sich Nokia und Co. aus wirtschaftlichen Gründen entschließen mit T-Mobile und Vodavone mitzugehen, auch gut: Dann gratuliere ich bereits der heute noch unbekannten Firma, die Skype-Handies herstellen wird.</p>
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		<title>Endstation Demokratie?</title>
		<link>http://www.schreibblogade.at/2009/05/endstation-demokratie/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 14:23:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schimi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Demokratie wird nicht dadurch zur Demokratie, dass sie sich Demokratie nennt. Wenn sich die Zeichen verdichten, dass die derzeit zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausreichen, damit die Macht tatsächlich vom Volk ausgeht, damit tatsächlich wir alle gemeinsam entscheiden was in unserer Demokratie passiert, dann ist es an der Zeit darüber nachzudenken die Demokratie zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Demokratie wird nicht dadurch zur Demokratie, dass sie sich Demokratie nennt. Wenn sich die Zeichen verdichten, dass die derzeit zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausreichen, damit die Macht tatsächlich vom Volk ausgeht, damit tatsächlich wir alle gemeinsam entscheiden was in unserer Demokratie passiert, dann ist es an der Zeit darüber nachzudenken die Demokratie zu verbessern.</p>
<p>Heute hat mir ein Bekannter folgende <a href="http://sos.teilchen.at" target="_blank">Petition</a>von Wissenschaftlern geschickt, die sich vehement gegen den geplanten Ausstieg Österreichs aus dem CERN Forschungszentrum wendet. Nun ist es in erster Linie natürlich eine inhaltliche Frage, ob man nun für oder gegen diesen Ausstieg ist. Es würde eines eigenen Blogeintrags bedürfen, um meine persönlichen Argumente gegen diesen Ausstieg anzuführen.</p>
<p>Was mir aber grundsätzlich dabei so sauer aufgestossen ist, ist die Tatsache dass schon wieder eine Gruppe aus Eigeninitiative und in allergrößter Not, eine Webseite samt Unterschriftenaktion starten muss, um in eine Frage eingebunden zu werden, die maßgeblich sie selber betrifft. Um nicht falsch verstanden zu werden: Dieser Vorwurf ist nicht an die Initiatoren solcher Seiten gerichtet! Im Gegenteil: Man stelle sich mal vor, es gäbe das Internet nicht. Dann wären die Möglichkeiten dieser Gruppe bei null. Und selbst mit Hilfe des Internets ist es letzten Endes nur ein Hilfeschrei, ohne wirklich zwingende Folgen. Die eigentliche Entscheidung überlassen wir lieber einem einzelnen Mann oder einer einzelnen Frau. Was das bedeutet liegt auf der Hand: Hier fehlt ein demokratisches Instrument, ganz eindeutig.</p>
<p>Ich erinnere an zwei weitere Beispiele aus jüngster Zeit: Die ORF <a href="http://www.sos-orf.at/" target="_blank">Petition</a> zur Rettung des ORF, die sich gegen das geplante Gesetz wendet. Und die Initiative <a href="http://www.profspro.at/" target="_blank">profspro</a>, die eine Stimme für engagierte Lehrer und einen konstruktiven Bildungsdialog erhebt. Man muss sich schon fragen: Wie ist es möglich, dass wir ORF und Mediengesetze ohne Einbeziehung der ORF- und Medienexperten dieses Landes beschließen? Wie ist es möglich, dass wir Bildungsfragen ohne Einbeziehung der Bildungsexperten und an guter Bildung interessierten Menschen dieses Landes beantworten? Und wie ist es möglich, dass wir Wissenschaftsentscheidungen, ohne Einbeziehung der Wissenschaftsexperten und Wissenschafter dieses Landes treffen? Ist das Demokratie?</p>
<p>Die Antwort, die uns unsere repräsentative Demokratie darauf bietet lautet &#8211; wenn wir mal beim CERN Beispiel bleiben &#8211; in etwa so: Wir hatten die Chance für eine &#8220;richtige&#8221; Entscheidung zu sorgen, als wir uns bei der letzten Nationalratswahl für Johannes Hahn als Wissenschaftsminister entschieden haben, der unserer demokratischen Entscheidung nach unsere Meinung in Wissenschaftsfragen am Besten vertritt. Damit geben wir uns also derzeit zufrieden.</p>
<p>Dabei beinhaltet diese Antwort doch gleichzeitig die zum Himmel schreienden Fehler, warum das einfach nicht funktionieren <em>kann, </em>so gut es Johannes Hahn auch meinen mag: Wir hätten uns also damals mit sämtlichen anstehenden Wissenschaftsfragen beschäftigen müssen, und quasi vorraussehen, dass dieser einzelne Mann, der dann für Wissenschaft zuständig ist, eine Entscheidung treffen wird, die uns nicht passt. Doch halt. Johannes Hahn wurde ja garnicht zum Wissenschaftsminister gewählt. Es war seine Partei, die ÖVP die in die Regierung gewählt wurde. Wir hätten also voraussehen müssen, dass die ÖVP einen Mann nominieren wird, der dann diese Entscheidung trifft. Doch wieder halt. Wir haben die ÖVP garnicht direkt in die Regierung gewählt. Wir hätten also voraussehen müssen, dass die Partei, die ein großer Teil von uns gewählt hat, in die Regierung kommt, und dort einen Mann für das Wissenschaftsministerium nominiert, der dann eine Entscheidung trifft, mit der wir nicht zufrieden sind. Und ein letztes Mal halt! Selbst wenn ich das alles gewusst hätte, hätte ich mich dann zwingendermaßen für eine andere Partei entschieden? Es gibt ja noch tausend andere Fragen, auf die ich vielleicht ebenso Rücksicht nehmen hätte müssen&#8230; Und selbst wenn es diese Partei gibt, die in allen Fragen der Welt, exakt meine Meinung vertritt und sich auch entsprechend für diese einsetzt, wie kann ich dann als Wissenschafter, der sich speziell für Wissenschaft interessiert, sichergehen, dass diese Partei dann in dieser Frage auch etwas zu sagen hat, und nicht die anderen Parteien, die auf Grund anderer Fragen, bei anderen Berufsgruppen, anderen Interessensgruppen viel besser abgeschnitten hat?</p>
<p>Ja, Demokratie ist eine tolle Sache. Wenn man nicht in die demokratischen Entscheidungen nur über drei Ecken eingebunden wäre, nur alle 5 Jahre mal befragt werden würde, auch dann auf keinen Fall direkt zu inhaltlichen Fragen, und schon garnicht bei jenen Themen, bei denen man wirklich etwas zu sagen hat. Tja, schwierige Sache so eine Demokratie, und weil es soo schwer ist, sich da bessere Lösungen einfallen zu lassen, vertschüss ich mich jetzt lieber mal wieder ein paar Tage in die Schweiz. Got it?</p>
<p>PS: Okay, das Letzte nehm ich zurück. Wir können auch klein anfangen, und zur Abwechslung mal wieder <a href="http://www.gruenevorwahlen.at" target="_blank">hier</a> vorbeischauen. lg</p>
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		<title>Es bewegt sich was</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 12:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schimi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Internet sprechen sich Dinge schnell herum, selbst der Standard hat bereits darüber berichtet: Drei BloggerInnen haben die Gunst ihres Bekanntheitsgrades in der Szene ergriffen und starten auf eigene Faust eine Aktion um mitzubestimmten, wer 2010 für die Wiener Grünen bei den Gemeinderatswahlen kandidieren wird. Ermöglicht wird das dadurch, dass die Grünen in ihrem Parteistatut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Internet sprechen sich Dinge schnell herum, selbst <a href="http://derstandard.at/?id=1237229018219" target="_blank">der Standard </a>hat bereits darüber berichtet: Drei BloggerInnen haben die Gunst ihres Bekanntheitsgrades in der Szene ergriffen und starten auf eigene Faust eine Aktion um mitzubestimmten, wer 2010 für die Wiener Grünen bei den Gemeinderatswahlen kandidieren wird. Ermöglicht wird das dadurch, dass die Grünen in ihrem Parteistatut tatsächlich die Möglichkeit bieten, dass jedermann und jedefrau mitbestimmen kann wer kandidieren soll, ohne dabei Mitglied der Partei sein zu müssen. Das ist eigentlich eine wunderbare Sache, die aber in den letzten Jahren viel zuwenig genutzt wurde. Darum wird nun zu grünen Vorwahlen aufgerufen. Die Initiatoren wollen sich dabei weder selber aufstellen, noch irgendwelche speziellen Kanditaten unterstützen. Es geht darum wieder mitzubestimmen, näher mitzubestimmen, was in dieser Stadt vor sich geht, und wer uns im Gemeinderat vertritt. Aber nicht als Parteimitglied, sondern als stinknormaler Bürger.</p>
<p>Für mich persönlich vereint dieses kleine &#8220;Experiment&#8221; drei wichtige Dinge, die auch in den letzten Wochen hier im Blog mehrmals Thema waren: In erster Linie ist es meiner Meinung nach ein wunderbarer Schritt zur &#8220;Demokratisierung&#8221;: Demokratisierung von interessierten, motivierten Menschen, die vielleicht noch nicht wissen, wie sie sich mehr einmischen können, wie ihre Stimme mehr gehört wird. Demokratisierung der Grünen, die ja wunderbarerweise diese Möglichkeiten &#8211; im Gegensatz zu allen anderen österreichischen Parteien &#8211; schon bieten, die sich aber wieder mehr darauf besinnen sollten. Demokratisierung des Landes im Allgemeinen. Das mag vielleicht übertrieben klingen, natürlich ist es nur ein ganz kleiner Schritt. Aber immerhin endlich mal ein Schritt, als gutes Beispiel voran. Ein Schritt um aufzuzeigen, dass Dinge auch anders vor sich gehen können, nicht immer nur in den gleichen, eingefahrenen Prozessen. Zum Anderen ist es auch ein Beispiel für die Macht und die Möglichkeiten von Bloggern und dem Internet. Dass sich hier etwas bewegen lässt. Und nicht zuletzt könnte es auch tatsächlich ein bisschen frischen Wind für die Grünen bedeuten, denen das im Moment ganz gut tun würde. Wer weiß was dabei noch rauskommt? Hauptsache es tut mal jemand etwas!</p>
<p>Mitmachen und alle weiteren Infos unter <a href="http://www.gruenevorwahlen.at">www.gruenevorwahlen.at</a></p>
<p>&#8220;Die Grünen brauchen Veränderung. Darum wählen wir (stinknormale Wiener Grünwähler/innen) das Gemeinderatsteam für 2010.&#8221;</p>
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		<title>Herr Lobo in der kleinen multimedialen Welt</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 11:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schimi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Man kennt das doch, oder? Man hört irgendein Wort zum scheinbar ersten Mal, und plötzlich taucht dieses an allen Ecken und Enden auf, begegnet einem innerhalb kürzester Zeit immer wieder, und man wundert sich wieso man davon nicht schon früher gehört hat. Natürlich hat dieses Phänomen damit zu tun, dass wenn man erst einmal aktiv [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man kennt das doch, oder? Man hört irgendein Wort zum scheinbar ersten Mal, und plötzlich taucht dieses an allen Ecken und Enden auf, begegnet einem innerhalb kürzester Zeit immer wieder, und man wundert sich wieso man davon nicht schon früher gehört hat. Natürlich hat dieses Phänomen damit zu tun, dass wenn man erst einmal aktiv auf etwas hingewiesen wurde, es einem in der eigenen Wahrnehmung viel leichter ins Auge springt.</p>
<p>So ähnlich ist es mir in den letzten Wochen auch mit dem Namen einer Person gegangen, einem gewissen &#8220;Sascha Lobo&#8221;, von dem ich zugegebenermaßen bis vor kurzem noch nie etwas gehört hatte, obwohl er scheinbar &#8211; so weiß ich heute &#8211; in der deutschsprachigen Internet- und Blogszene durchaus recht bekannt ist, und der mir nun innerhalb kürzester Zeit gleich dreimal mehr oder weniger zufällig über den Weg gelaufen ist.</p>
<p>Begegnung Nummer 1 war vollkommen zufällig, als der Herr mit seinem aufällig rotem Irokesen-Haarschnitt bei Stermann und Grissemann in der TV-Sendung &#8220;Willkommen Österreich&#8221; zu Gast war. Dort durfte er sein neues Buch präsentieren, dass auf einen Titel hört, der mich zugegebnermaßen von der ersten Sekunde an irgendwie gefesselt hat: &#8220;<span id="btAsinTitle">Dinge geregelt kriegen &#8211; ohne einen Funken Selbstdisziplin&#8221;. Hübsch. Das spricht mich an. Zusammen mit der Bachmann-Preisträgerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kathrin_Passig" target="_blank">Kathrin Passig </a>(beide schreiben auch für den Weblog <a href="http://www.riesenmaschine.de">Riesenmaschine</a>) beschreibt er darin scheinbar, dass man sich nicht mit eisener Selbstdisziplin zu Dingen zwingen sollte, sondern dass es vielmehr jene Dinge sind, die einem ohnehin von selbst Spaß machen, die einen im Leben weiterbringen und einen wie auch immer gearteten Erfolg ermöglichen. Ich gebe zu, ich hab das Buch bisher leider noch nicht gelesen (aber das wird nachgeholt), nicht zuletzt auch weil ich ein bisschen die Sorge habe, dass es vielleicht nicht ganz das halten kann, was der Titel verspricht. Interessant und sympathisch klingt das aber allemal, und hat durchaus meine Aufmerksamkeit erregt.</span></p>
<p>Begegnung Nummer 2 enstand aus einem persönlichen Interesse für <a href="http://twitter.com/">Twitter</a> heraus. Da ich bisher selber kein Twitter Nutzer war, aber man ja auch daran derzeit nur schwer vorbei gehen kann, habe ich unlängst ein bisschen zu Sinn und Zweck von Twitter recherchiert. Dabei stieß ich auf Informationen über die 3-Sat Sendung &#8220;<a href="http://www.sixtus-vs-lobo.de/" target="_blank">Sixtus vs. Lobo</a>&#8220;. Ja, der Name kam auch mir bekannt vor. Bei der Sendung handelt es sich laut Selbstdefinition &#8220;vermutlich um die erste Sendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, die aus Twitter heraus entstand.&#8221; Denn dem Konzept zugrunde lag eine Fehde zwischen Mario Sixtus und Sascha Lobo aus dem Jahr 2007, die ursprünglich über Twitter ausgetragen wurde, sich später zu einem Videoblog ausweitete, und schließlich zu einem Teil von &#8220;neues auf 3sat&#8221; wurde. Dabei geht es schlicht und einfach um eine Art kultivierte Beschimpfung, oder einen gepflegten Streit zwischen den beiden Protagonisten, zu einem bestimmten vorgegebenen Thema. Ich muss sagen, die Sendung selbst trifft nicht ganz meinen Humor, die Entstehung und die Idee dahinter finde ich aber wiederum ziemlich interessant. Witzig auch, dass für sämtliche Bilder die in &#8220;Sixtus vs. Lobo&#8221; zu sehen sind Fotos von <a href="http://www.flickr.com/">flickr</a> verwendet werden. Ein echtes Web 2.0 Kind also.</p>
<p>Meine Begegnung Nummer 3 schließlich entstand durch <a href="http://www.schreibblogade.at/2009/02/warum-bloggen-teil-2/" target="_blank">meinen Artikel </a>in dem unter anderem die Wochenzeitschrift &#8220;Der Freitag&#8221; erwähnt wird. Als ich da ein wenig in Google unterwegs war, stieß ich auf einen <a href="http://saschalobo.com/2009/02/17/freitagsbeschwerden-schon-montags/" target="_blank">Beitrag</a> über die Zeitschrift, der offensichtlich von Sascha Lobos eigenem Weblog zu stammen schien. Der Beitrag ist auch wirklich interessant, handelt es sich doch um eine ziemlich herbe Kritik an einem Freitag Kommentar über Hugo Chavez, die ich durchaus nachvollziehen kann.</p>
<p>Innerhalb weniger Tage bin ich also gleich dreimal über Herrn Lobo gestolpert. Zur Abrundung sei auch noch erwähnt: wenngleich er schon lange im Netz aktiv ist, seinen eigenen Weblog hat er so wie ich auch mit Anfang dieses Jahres gestartet. Und interessanter Weise hab ich dort auch gleich noch einen anderen <a href="http://saschalobo.com/2009/02/04/morgendaemmerung-der-bloglandschaft/" target="_blank">schlauen Artikel</a> zur Frage der Rolle von Blogs in unserer Medienlandschaft gefunden, der sich irgendwie an meinen Beitrag in dem &#8220;der Freitag&#8221; vorkommt anschließt. Wie dem auch sei, auf jeden Fall sollte man ihn im Auge behalten diesen Herrn Lobo, was in unserer kleinen, multimedialen Welt scheinbar nicht mehr besonders schwer ist.</p>
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