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	<title>Schreibblogade &#187; Musik</title>
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		<title>Mut zur Peinlichkeit</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 15:21:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schimi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Vergangene Woche hatte ich das Vergnügen gleich 3 ausgezeichnete Konzerte in der Wiener Arena zu besuchen, den Auftritt der Yeah Yeah Yeahs und einige Tage später gleich im Doppelpack The Kills und Arctic Monkeys. Gleich vorweg: Nicht nur, dass die Sommerarena als meiner Meinung nach beste Konzert Location in Wien wieder ihren Teil zur Stimmung beigetragen hat, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vergangene Woche hatte ich das Vergnügen gleich 3 ausgezeichnete Konzerte in der Wiener Arena zu besuchen, den Auftritt der Yeah Yeah Yeahs und einige Tage später gleich im Doppelpack The Kills und Arctic Monkeys. Gleich vorweg: Nicht nur, dass die Sommerarena als meiner Meinung nach beste Konzert Location in Wien wieder ihren Teil zur Stimmung beigetragen hat, waren für mich auch alle drei Konzerte erstklassig.</p>
<p>Interessant fand ich in den folgenden Tagen aber eine Beobachtung bezüglich den zahlreichen Kommentaren und Kritiken zu den besagten (und auch weiteren) Konzerten in meinem Umfeld, und vor allem in den Foren von FM4: Da gibt es ein Argument, dass sich wie ein roter Faden durch die meisten Meinungen durchzieht, und dass ich mit folgendem Wort umschreiben würde: Der Peinlichkeitsfaktor.</p>
<p>Nun liegt es ja in der Natur der Sache, dass man, so wie bei allem, auch in Bezug auf Konzerte unterschiedlicher Meinung sein kann. Das hat in erster Linie oft schon was mit der Erwartungshaltungzu tun, damit wie sehr man die jeweilige Band prinzipiell mag und wie gut man ihre Songs kennt, mit den unterschiedlichen Eindrücken den Sound betreffend, mit unterschiedlichen Erfahrungen die Stimmung betreffend, auch mit der eigenen Stimmung am jeweiligen Abend, und nicht zuletzt auch einfach mit unterschiedlichen Geschmäckern. Schön und gut. Wenns aber um die Peinlichkeit der Bands geht, in vielen Fällen als einzigem oder ausschlaggebendem Argument, dann irritiert mich das schon, weil ich offensichtlich nach meiner jetzigen Beobachtung genau gegenteilig auf diese &#8220;Peinlichkeit&#8221; reagiere.</p>
<p>Um es konkret zu machen: Die Kills stiegen in nahezu sämtlichen Kommentaren gut aus, an ihrem souverän vorgetragenen Set gabs einfach kaum was auszusetzen. Die Arctic Monkeys wurden, vor allem auf Grund der großartigen Stimmung, die sie ihrem dankbaren (weil jungem) Publikum zu verdanken hatten, ebenfalls größtenteils mit Lob bedacht. Teilweise mischte sich hier aber auch schon die abschätzige Kritik ein: eben zu junges Publikum, Teenieband. Peinlichkeitsfaktor eben. Und am schlechtesten kamen die Yeah Yeah Yeahs weg (nein, natürlich nicht bei allen, aber eben bei einem Großteil der Leute in den Diskussionsforen), die mit Abstand am meisten mit dem Publikum kommunizierten, die wohl emotionalste Show hatten (inklusive Konfettiregen, ganz großer Peinlichkeitsfaktor) und deren Sängerin Karen O. sich auch noch zu einer Michael Jackson Widmung hinreißen lies, was  auch vor Ort im Publikum nur äußerst vorsichtig mit Applaus bedacht wurde (ui, ganz, ganz großer Peinlichkeitsfaktor).</p>
<p>Meine persönliche Reihenfolge (so schwer das auch immer sein mag), würde hingegen genau umgekehrt aussehen: Die YYYs schafften es bei mir am meisten Emotionalität und Ehrlichkeit gegenüber dem was sie machen rüber zu bringen. Selbst der Sound, der von vielen als zuwenig Bass- und Gitarren-lastig bemängelt wurde, war für mich eigentlich mehr eine Bestätigung des Sounds, den sie auch auf ihrer neuen Platte haben, eben weniger Gitarren-lastig, mehr in der Disco verhaftet. Diese Änderung der neuen Scheibe mag einem nun gefallen oder nicht, hat aber per se nichts mit der Qualität des Konzerts zu tun. Auf dem zweiten Platz wären bei mir wohl ebenfalls die Arctic Monkeys, die aus besagten Gründen wohl am meisten rockten, und auch die bombastischste Light and Sound Show hinlegten, die sich aber auch zu kaum einem Wort zum Publikum hinreißen ließen, und die &#8211; mit Ausnahme ihres Frontmans Alex Turner &#8211; eher etwas unmotiviert herumstanden. An letzte Stelle müsste ich hingegen die Kills reihen, die zwar durchaus solide ihre Songs abspulten, aber eben nur abspulten. Fm4 strich dieses &#8220;für sich selbst spielen, nicht fürs Publikum&#8221; als besonders lobenswert hervor, bei mir hat es eher das Gegenteil bewirkt: Es war okay, hat mich aber am wenigsten mitgerissen.</p>
<p>Was ist nun also meine Schlussfolgerung aus dieser Beobachtung? Je mehr eine Band aus sich heraus geht, je mehr sie sich dem Publikum öffnet, je mehr sie mit ihm spricht, je mehr sie ihren Sound auf ihren individuellen Wunsch einstellt, je mehr sie also tut, mit dem man anecken könnte, mit dem man auch mal daneben liegen könnte, oder eben peinlich sein könnte, desto eher wird es all diese Kritiken, die teilweise ja auch durchaus berechtigt sein können, auch tatsächlich geben. Wenn ich auf der anderen Seite hingegen möglichst das gewohnte Ding durchziehe, und möglichst kein Wort rede, dadurch möglichst keinen Fehler mach kann, möglichst fern und als cooler Musiker rüberkomme, dann kann mir auch nichts passieren, was wirklich peinlich sein könnte. Das schlimmste was passieren kann ist, dass mich jemand nicht so sympathisch gefunden hat. Aber das ist dem Image letztlich nur zuträglich. Hm, irgendwie kommt mir dieses Schema doch reichlich einfach vor. Irgendwie wirkt es doch zu simpel, als dass diese Beobachtung wirklich wahr sein könnte. Und doch, je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Beispiele fallen mir ein, dass es zumindest in einem bestimmten Kreis von Musikkritikern und -liebhabern tatsächlich so ist: Nur keine Peinlichkeit, dann kann man eigentlich nichts falsch machen. Auch mit Songtexten verhält es sich ähnlich: je abstrakter sie sind, je schwieriger sie interpretiert werden können, desto leichter hat es die Band. Und deutsche Texte sind daher schon mal prinzipiell eine Kategorie heikler, weil sie eben leichter peinlich sind. Wie gesagt, das soll keine Kritik an Bands sein, die aus Schüchternheit kein Wort reden wollen, oder an Sängern, die tatsächlich großartig abstrakte Texte schreiben. In vielen Fällen kann das auch wirklich besser sein. Nur als Argument, als einziges Argument warum ich eine Band kritisiere, ist es mir eben ein wenig zu einfach.</p>
<p>Ich für meinen Teil plädiere für das genaue Gegenteil: Mut zur Peinlichkeit. Je mehr ein Künstler sein individuelles Ding durchzieht, je mehr er einfach ist wie er ist, tut was er tun will, je mehr er riskiert auch mal peinlich zu sein, je mehr Angriffsfläche er damit also bietet, desto ehrlicher wird sein Produkt ankommen, und desto größer ist am Ende auch die Chance, in mir richtige Emotionen auszulösen, auch wenn ich es dann das eine oder andere Mal so richtig peinlich finden mag.</p>
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		<title>Jacko und ich</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 12:09:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schimi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[80er]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich hätte heute an dieser Stelle ein anderer Beitrag erscheinen sollen. Ein fröhlicher, über den Fussball Confederations Cup. Dazu vielleicht ein andermal mehr. Denn mir gingen heute Vormittag ein paar andere Gedanken durch den Kopf, ein paar nachdenklichere, und irgendwie hab ich das Gefühl, dass der ConfedCup heute nicht passen würde. Ich gebs zu, ich hab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hätte heute an dieser Stelle ein anderer Beitrag erscheinen sollen. Ein fröhlicher, über den Fussball Confederations Cup. Dazu vielleicht ein andermal mehr. Denn mir gingen heute Vormittag ein paar andere Gedanken durch den Kopf, ein paar nachdenklichere, und irgendwie hab ich das Gefühl, dass der ConfedCup heute nicht passen würde. Ich gebs zu, ich hab das Gefühl, dass ich ein paar Worte zum Tod Michael Jackson´s sagen sollte, obwohl ich jetzt lange hin und her überlegt hab, weil ich eigentlich keinen all zu pathetischen Artikel darüber verfassen möchte.</p>
<p>Einige werden wahrscheinlich bereits an dieser Stelle aufhören den Beitrag weiter zu lesen. Denn ja, es ist tatsächlich entbehrlich, als einer von vielen nun in den Kanon von Nachrufen und Lebensberichten über Michael Jacksons Leben miteinzustimmen. Es ist damit zu rechnen, dass wir in den kommenden Tagen und Wochen mit diversen Stellungnahmen nur so bombardiert werden, und es wird garnicht so leicht werden, all den Wortmeldungen zu entgehen, von Leuten die tatsächlich etwas zu sagen haben, und Leuten, die plötzlich glauben sich auch dazu zu Wort melden zu müssen. Gerade deswegen ist es sowohl aussichtslos, als auch wenig interessant einen weiteren Versuch starten zu wollen, das Leben eines Mannes zu beschreiben oder zu kommentieren, das wohl in alle Ewigkeit immer mehr Fragen aufwerfen wird, als klare Antworten zu liefern. Diese Tatsache wird immer einen wesentlichen Teil des &#8220;Mythos&#8221; ausmachen, den es um Michael Jackson zweifelsfrei immer geben wird, ob es einem gefällt oder nicht. Das einzige was ich hier daher schreiben möchte sind ein paar persönliche Gedanken zu dem Thema, weil ich es irgendwie fair finde, heute zumindest jene Kleinigkeit auszusprechen, die in den letzten Jahren immer mehr unaussprechlich wurde, ohne ihr eine Flut an Erklärungen und Entschuldigungen folgen lassen zu müssen: Ja, ich war ein Michael Jackson Fan!</p>
<p>So, nun ist es raus ;-) Für manche ist das ohnehin nichts Neues. Für andere wird das immer verwunderlich bleiben, interessanterweise gerade in jenem Umfeld, dass sich mehr mit Musik beschäftigt. Aber wie gesagt, heute keine Erklärungen und Entschuldigungen dafür. Es ist einfach so. Man kann sich bekanntlich auch nicht aussuchen, von welchem Fussballverein man Fan ist. Was ich hingegen schon erzählen kann, sind ein paar meiner ganz persönlichen, kleinen Michael-Jackson Momente, meiner Erinnerungen an eine Ära:</p>
<p>Mein allererste Michael Jackson Erinnerung, und wenn ich mir die Jahreszahlen so ansehe, muss das überhaupt eine der ältesten Erinnerungen meines Lebens überhaupt sein (ich war damals 3, vielleicht 4), war als mein älterer Bruder die ganze Familie zusammen getrommelt hat, weil im Fernseher gerade das neue Video zu &#8220;Thriller&#8221; lief, das er schon gesehen hatte, und den anderen &#8220;Erwachsenen&#8221; zeigen wollte. Damals wurde das noch in der kompletten 15 Minuten Fassung oder so ausgestrahlt, ein ganzer Kurzfilm also, und eine echte Sensation. Ich weiß noch, dass ich damals weder wusste wer Michael Jackson ist, noch warum das Video für die anderen so interessant zu sein schien. Erst Jahre später hab ich die Verbindung hergestellt, und mich wieder daran erinnert, was wir damals eigentlich gesehen hatten. Ja, die Zeiten in denen Musikvideos noch eine echte Familiensensation waren gingen sehr rasch vorbei. Aber die Geschichte der Musikvideos ist wohl mit jener Michael Jacksons generell eng verbunden, denn beider Blütezeit fiel genau zusammen. Die Geschichten, wie ich als etwa 7-jähriger versuchte &#8220;Smooth Criminal&#8221; nachzutanzen erspar ich uns lieber&#8230; oder vor allem mir.</p>
<p>Dann erinnere ich mich, 10 Jahre nach &#8220;Thriller&#8221;, an den Kauf der &#8220;Dangerous&#8221; CD. Ich glaube, auch wenn ich es nicht mehr mit 100%iger Gewissheit sagen kann, dass das vermutlich die erste CD war, die ich mir selbst gekauft hab. Zumindest würde mir nichts anderes einfallen. Bis dahin hatte ich immer von der Musik meiner älteren Geschwister gelebt. Die Alben &#8220;Thriller&#8221; und &#8220;Bad&#8221; kamen in der Sammlung natürlich auch vor, aber noch als gute alte Schallplatten, noch nicht als CDs.</p>
<p>Dieser CD Kauf führte auch dazu, dass meine Schwester mich zum Michael Jackson Konzert im Wiener &#8211; damals noch &#8211; Prater Stadion mitnahm. Sie war zwar kein ausgewiesener Jackson Fan, aber bekam zu ihrer Volljährigkeit von der Stadt Wien 2 Tickets geschenkt. Mein Glück war es wohl, dass in ihrem Alter Jackson wohl nicht mehr angesagt war, darum kam ich in den Genuss der 2. Karte. Das Konzert, es war 1992, könnte ich heute noch fast in seiner gesamten Choreographie nacherzählen. Es schlug bei mir in seiner gesamten explosiven Energie ein, die bis heute wohl unerreicht ist, was zum Teil natürlich auch an meinem damaligen Alter liegen mag.</p>
<p>Gleichzeitig stellt es auch fast schon den Schlusspunkt meiner Michael Jackson Phase dar. Ein paar Jahre zehrte ich wohl noch von den Erinnerungen an jenes Konzert. Aber meine Freunde waren musikalisch längst schon in den wesentlich vielfältigeren 90ern angekommen, und alles was danach von Michael Jackson noch kam, interessierte mich auch nicht mehr wirklich, und zunehmend verschwand er vollkommen aus meinem Leben.</p>
<p>Etwa 15 Jahre später gab es trotzdem noch einen jener Michael Jackson Momente. Jan Delay legte als DJ im Wiener U4 auf, und zu weit fortgeschrittener Stunde, lange nach den eigentlichen Höhepunkten seines Sets, in einer Phase in der er endgültig sämtliche DJ-Regeln über Bord geworfen hatte, legte er Michael Jacksonauf, und zwar sicher 3 oder 4 Nummern hintereinander. Das war für mich irgendwie eine schöne Abrundung, der vielleicht einzige musikalische Held meiner Gegenwart, huldigte einen meiner Kindheits-Helden.</p>
<p>Ich denke es ist auch kein Zufall, dass wenn heute irgendwo Michael Jackson aufgelegt wird, es immer öfter auf &#8220;ABC&#8221; von den Jackson Five hinaus läuft. Ich hab den Verdacht, dass das auf eine Zeit zurück greift, die noch außer Zweifel stand. Eine Phase der Unschuld quasi, in der man heute einen Konsens finden kann, in der es einem nicht peinlich sein muss, die Nummern tatsächlich cool zu finden. Je später das Werk, desto schwerer wird das, bis hin zu jener letzten Phase, in der Michael Jackson nur noch negative Schlagzeilen machte, sei es durch die gegen ihn erhobenen Vorwürfe, oder durch seinen körperlichen Zustand.</p>
<p>Wäre Michael Jackson vor 10 oder 15 Jahren gestorben, hätte er sich wohl viel erspart. Er wäre unwiderruflich als Ikone abgegangen. So wie es war, werden aber immer auch viele Fragenzeichen über seinem Leben bleiben. Egal ob gerichtlich freigesprochen oder nicht, den Anstrich des Kinderschänders wurde er nicht mehr los. Aber egal was tatsächlich gewesen sein mag, oder auch nicht, es war in jedem Fall die Geschichte eines zutiefst einsamen Mannes, der so garnicht in diese Welt gepasst hat, sich hier letzten Endes so überhaupt nicht zurecht gefunden hat. Für manche hat ihn das zum unangreifbaren Star gemacht, für andere zum Sinnbild für alles Verwerfliche. Es entschuldigt nichts, und es erklärt auch nichts, aber es ist einfach so. Es hat ihn ganz nach oben gehoben, zu einem Ruhm, den wohl nie ein anderer Mensch erreichen wird (diese Zeiten sind einfach vorbei) und dann nach ganz unten, wo er nichts mehr tun oder sagen konnte, ohne dafür verachtet zu werden. Was mir heute jedoch aufgefallen ist, ist dass zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren, die Zeitungen und Online Medien (natürlich nicht alle, aber viele) bei der Berichterstattung über seinen Tod wieder alte Bilder ausgepackt haben, aus seinen besten Zeiten (ja, jene mit den peinlich, goldenen Anzügen und den Schwarzen Schlüpfern inklusive weißer Socken ;-) und nicht mehr durchwegs jene, die ihn als kranken und zerstörten Menschen zeigen. Es wird jedenfalls noch viel über ihn gesagt werden, und auf fast niemanden passen die klassischen Worte daher wohl besser als auf ihn: er möge in Frieden ruhen.</p>
<p>Meinen wohl letzten Michael Jackson Moment gab es diese Nacht, als mir ein Freund in einem SMS dessen Tod berichtet hat. Da hab ich gedacht: Lustig, es konnte nur dieser Freund sein, der mir diese Nachricht schickt. Allen anderen wäre es wohl auch herzlich egal. Doch dieser Freund hat die 80er in vielen Punkten so ähnlich erlebt wie ich. Und er versteht daher vielleicht auch, was man nicht erklären kann, was letzte Nacht zu Ende gegangen ist.</p>
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		<title>Die Kunst der Kritik</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 13:27:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schimi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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		<description><![CDATA[In seinem näheren Freundeskreis und Umfeld Menschen zu kennen, die beispielsweise selbst in einer Band spielen, malen oder sich sonst irgendwie aktiv kreativ betätigen, hab ich immer als äußerst positiv und bereichernd empfunden. Dabei geht es nicht darum, ob sie das in irgendeiner Art und Weise professionell oder &#8220;erfolgreich&#8221; machen, sondern schlicht und ergreifend um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem näheren Freundeskreis und Umfeld Menschen zu kennen, die beispielsweise selbst in einer Band spielen, malen oder sich sonst irgendwie aktiv kreativ betätigen, hab ich immer als äußerst positiv und bereichernd empfunden. Dabei geht es nicht darum, ob sie das in irgendeiner Art und Weise professionell oder &#8220;erfolgreich&#8221; machen, sondern schlicht und ergreifend um die Tatsache, dass sie sich neben den alltäglichen Dingen wie Studium oder Arbeit auch noch mit anderen Sachen auseinandersetzen, die eben gerade kein primär erkennbares Ziel verfolgen. Umso besser ist es, wenn es dabei vielleicht auch noch um Dinge geht, mit denen ich selber nicht so viel am Hut habe, weil ich es interessant finde sich mit den Interessen der Freunde auseinander zu setzen, und man so auch seinen eigenen Horizont erweitern kann.</p>
<p>Nun kommt es aber gerade in solchen Situationen oft dazu, dass man um eine Art Stellungnahme oder Kritik gefragt wird. Nicht nur, weil eine solche Kritik am eigenen Schaffen wohl immer interessant ist, sondern weil Freunde eben manchmal die Einzigen, oft aber zumindest die Ersten sind, die beispielsweise eine neues Bild zu Gesicht bekommen. Gerade das ist nun aber eine Situation, die ichpersönlich nicht immer einfach finde. Ich weiß, es geht nicht allen so. Manche Leute haben damit scheinbar überhaupt kein Problem. Ich manchmal schon. Warum? Auf dereinen Seite will man natürlich so ehrlich und kritisch wiemöglich sein, und Dinge sagen, die den Betroffenen vielleichtwirklich weiter bringen können. Auf der anderen Seite möchte man den Enthusiasmus desjenigen aber auf keinen Fall bremsen, unddie eigene prinzipielle Bewunderung für dessen Schaffen zum Ausdruck bringen. Nun könnte man natürlich leicht sagen, dass diese beiden Dinge nicht so schwer unter einen Hut zu bringen sind: Negative Punkte sollte man sagen, aber so formulieren, dass es freundlich undgut gemeint rüberkommt. Positive Punkte sollte man dabei aber ebenso wenig vergessen, und ebenfalls erwähnen. Klingt einfach, ist in der Praxis aber meiner Meinung nach nicht immerganz so easy. Denn egal wie gut man es meint, negative Kritiken können einem manchmal näher gehen als sieeigentlich gemeint waren, positive Kritiken tendieren hingegen eher dazu schneller vergessen zu werden, weil sie eben oft als &#8220;zu gut gemeint&#8221; gelten, und aus dieser freundschaftlichen Sicht irgendwie zur Belanglosigkeit tendieren. Vielleicht ist die Art und Weise wie man über solche Dinge redet und reden kann, daher auch eine Art Abbild für die Qualität der Freundschaft. Vielleicht ist aber auch geradeaus diesem Grund oft Kritikvon außen tatsächlich besser, weil sie irgendwie klarer ist, ohne dieses persönliche rundherum. Aus der Sicht der Freundschaft könnte man auch formulieren: Freundschaft sollte wohl letzten Endes immer unterstützend wirken, auf der anderen Seite aber auch nicht vollkommen kritiklos.</p>
<p>Aus diesem Grund will ich hier und heute mal einen kleinen Selbstversuch machen: Einer meiner besten Freunde macht schon seit einigen Jahren seine eigene Musik, und dementsprechend haben wir auch schon oft darüber gesprochen. Im Februar hat er nun sein erstes Album heraus gebracht, das es auf I-Tunes und im gut sortierten Fachhandel nun tatsächlich zu kaufen gibt. Aus diesem Anlass will ich im Folgenden versuchen meine Meinung dazuabzugeben, so ehrlich, so umfassend und so subjektiv es eben geht.</p>
<p>Mangara, so der Künstlername, macht gefühlsbetonte, elektronische Musik mit deutschen, selbstgesungenen Texten. Wenn ich in 2 Sätzen meineMeinung abgeben müsste, würde ich wohl sagen:  Die Musik finde ich extrem gut, mitden deutschen Vocals habe ich so meine Probleme. Insgesamt ist es unglaublich professionell und gut gemacht, aber es ist nicht unbedingt die Art von Musik die ich mir selber zuhause anhöre. Muss sienatürlich auch nicht sein. Trotzdem ist diese Kurzbeschreibung für mich viel zu ungenau, denn im Vergleich denke ich mir dann manchmal: Elektronische Musik (im vollen Bewusstsein der Ungenauigkeit dieses Begriffs) höre ich eigentlich sehr gerne, und auch zuhause sehr viel. Ebenso höre ichgerne, ruhige, chilligere Elektronik. Und auch wenn gefühlsbetonter Gesang dabei ist, habe ich nicht unbedingt Probleme damit (beispielsweise wiebei Portishead).  Insofern könnten es einfach die deutschen Texte sein, die mir nicht so liegen. Doch auch das ist ein wenig zu einfach, weil ich in vielen anderen Bereichen (beispielsweise HipHop) sehr, sehr gut mit deutschen Texten zurecht komme. Worauf meine Kritikbei den Vocals also hinaus läuft ist wohl, das es sich um größtenteils sehr ernste, wie schon gesagt sehr gefühlsbetonte Texte handelt, mit denen ich vielleicht weniger anfangen kann. Was es mir beim deutschen HipHopwohl leichter macht, istdie Ironie, je weniger wörtlich ernst gemeint ein Text ist, und je mehr er mit Wortspielen arbeitet, desto besser gefällt er mir wohl. Damit ist nicht der Inhalt an sich gemeint, sondern die Form mit der dieser präsentiert wird. Wahrscheinlich ist daswirklich so eine Art Vorliebe für eine Art von Lyrik gegenüber einer anderen. Dem Gesang selber stehe ich relativ neutral gegenüber, ich finde Mangaras Stimme durchaus in Ordnung, wenngleich ich schon ein paarmal angemerkt habe, dassmir persönlich einegute Frauenstimme (vermutlich vor allem in Verbindung mit diesen Texten) irgendwie besser gefallen würde, und für mich vielleicht ein wenig stimmiger wäre.</p>
<p>Soviel zu den Vocals. Bei der Musik auf der anderen Seite habe ich wirklich absolut nicht das geringste auszusetzen. Ich kann mich noch an den Moment vor einigen Jahren erinnern, als er mir den ersten seiner in seinemHomestudio produzierten Songs vorgespielt hat (derauf dem aktuellen Album natürlich mehr drauf ist), und mich dermusikalisch wirklichvom Sockel geblasen hat. Die Beats sind fett, die Arrangements sind einfallsreich, und was für mich immer das Wichtigste ist: Die Melodien sind wirklich eingängig und von Song zu Song verschieden, so dass auch wirklich etwas im Ohr hängen bleibt. Besonders gut gefallen mir auch die eingebauten Live-Instrumente, allen voran das Saxophon (ich bin immer ein Fan von Blasinstrumenten in Pop und Rocksongs). Zusammenfassend könnte ich da echt mit gutem Gewissen sagen: Ohne Gesang wäre seine Musik glaube ich absolut etwas, was ich mir auch zuhause auflegen würde, wenn es nicht von einem Freund wäre.</p>
<p>Besonders bemerkenswert ist auch die klangliche Qualität des neuen Albums. Die Produktion ist meiner Meinung nach mehr als gelungen und holt wirklich noch viel aus den Nummern raus. Kein Wunder, hat er doch dafür einige echte Profis mit an Bord geholt, allen voran Karl Moestl von den Konsorten. Man merkt jedenfalls wieviel Arbeit und Liebe im Detail drinnen steckt, da steht die Scheibe den &#8220;großen&#8221; Produktionen in nichts nach. Und ich denke auch, dass das einer der wesentlichsten Punkte ist, weil es bei Musik natürlich letzten Endes immer auch um den persönlichen Geschmack geht. Daher, ganz egal was mir nun daran gefällt oder nicht, ist es vor allem das Wichtigste, dass es jene Menschen überzeugt, die sich in dieser Musikrichtung wiederfinden. Und dafür hat die Platte allemal das Zeug.</p>
<p>Kritisch anmerken könnte man hingegen noch das Artwork. Die Papierhülle der CD finde ich sehr cool und schick, aber das Albumcover ist nicht unbedingt mein Geschmack, das Foto ist mir zu verträumt, auch wenn das natürlich beabsichtigt ist (Albumtitel: &#8220;Traumpfade&#8221;), so ist mir die Haltung doch ein bisschen zu unnatürlich. Und simpel gesagt: Auch das viele Rosa ist nicht unbedingt mein Ding. Aber das alles sind dann schon wirklich Kleinigkeiten, vor allem in Zeiten in denen es ohnehin mehr um den digitalen Markt geht. Ich selbst bin halt ein Fan von richtigen Alben und schönen Covers, hab mir aber trotzdem noch nie eine Platte nur deswegen (nicht) gekauft.</p>
<p>Zusammenfassend will ich noch sagen, dass es für mich auf dem neuen Album einige Nummern gibt, bei denen aus meiner Sicht wirklich alles passt. &#8220;Wind&#8221; war auf meiner Weltreise wirklich ein treuer Begleiter, vor allem auch inhaltlich. &#8220;JT&#8221;, mit seinem etwas abgefreakterem Gesang ist für mich vielleicht die beste Nummer auf der Platte überhaupt. Und Live hat mir das Ganze zumeist noch viel besser gefallen, weil es da noch ein wenig rauer daher kommt. Die alte Besetzung mit Live-Gitarristen und Live-Drummer gibt es leider nicht mehr, aber ich bin auch schon auf das neue Setting gespannt. Zu Erleben gibt es das übrigens am 7.März im Cafe Leopold (CD-Release Party, u.a. mit DJ Functionist undKarl Moestl)!</p>
<p>Konstruktive Kritik hin oder her, am Ende bleibt vielleicht immer, dass man gewisse Dinge nicht losgelöst von einer Freundschaft betrachten kann. Ich weiß nunmal wieviel Liebe, Zeit und Arbeit in dieser Scheibe steckt.  Und er kann wirklich stolz auf das Ergebnis sein. Soetwas kann man eigentlich nur mit voller Kraft unterstützen. Mehr ist dem nicht hinzuzufügen.</p>
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		<title>Albumcharts 2008</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 00:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schimi</dc:creator>
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<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Listen sind ja immer so eine Sache. Zum einen werden sie kritisiert, weil sie subjektiv und total nichts sagend sind. Zum anderen machens dann doch alle irgendwie gerne und versuchen sich daran. Ich kann mit beiden Seiten nur teilweise etwas anfangen. Zum einen: Ja, sie sind total subjektiv, das soll meine Liste auch sein, so wie mein Blog. Nichts sagend soll sie hingegen nicht sein: Denn nur weil man nicht damit übereinstimmt, heißt das noch nicht, dass sie nichtssagend ist. Entweder man pickt sich die eine oder andere Empfehlung heraus, oder man wird selbst ein bisschen zu einer eigenen Liste inspiriert. Beides find ich gut. Was die positiven Punkte betrifft: Nun, dass es alle machen wäre tatsächlich ein Grund, es nicht unbedingt auch zu tun. Die Auseinandersetzung damit finde ich aber ganz interessant, gerade weil es meistens so schwer ist eine Auswahl zu treffen, ist es irgendwie spannend wie man diese Auswahl dann tatsächlich trifft.</p>
<p class="MsoNormal">Charts kann man natürlich in vielen Arten gestalten. Zum einen hab ich mich für Alben, statt einzelne Songs entschieden, weil mir Alben als feste Größe immer schon sympathischer und aussagekräftiger waren, als einzelne Nummern. Zum anderen habe ich beschlossen, mich auf 5 Stück zu beschränken, weil es weiter unten immer schwieriger und verschwommener wird.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Daher: Hier meine persönlichen 5 Lieblingsalben des Jahres 2008</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Platz 5: The Kills &#8211; Midnight Boom</p>
<p class="MsoNormal">Am Anfang des Jahres erschienen, von mir erst am Ende des Jahres entdeckt. Das mag vor allem daran liegen, dass ich in der ersten Jahreshälfte auf Grund meiner Weltreise einige neue Platten komplett verpasst habe. Mein Mitbewohner hat sich die Scheibe aber gegen Ende des Jahres auf Vinyl gekauft, und die einzelnen Songs, die ich bis dahin doch schon erstaunlich gut gekannt hab, haben sich im Nebenzimmer plötzlich zu einem Album mit vielen coolen Nummern zusammen gesetzt. Drum musste ich sie mir auch noch dringend selbst in digitaler Form besorgen.</p>
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<p class="MsoNormal">Platz 4: Fuzzman &#8211; Fuzzman 2</p>
<p class="MsoNormal">Zugegeben ein wenig durch die österreichische Brille betrachtet. Aber eine heimische Platte gehört einfach rein, schon allein deswegen weil es für hiesige Musiker ja sonst nicht viel zu lachen gibt. Diese kleine Unterstützung sei einem also gegönnt, und Fuzzman hat sie sich mit seinem zweiten Soloalbum meiner Meinung nach auch wirklich verdient. Wunderschöne Singer-Songwriter Nummern, die mich beim ersten Mal hören wirklich positiv überrascht haben. Internationales Nivaeu, deutliche Steigerung zum Vorgänger.</p>
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<p class="MsoNormal">Platz 3: Kings of Leon &#8211; Only By The Night</p>
<p class="MsoNormal">Eine jener Platten, für die ich lange gebraucht habe um mich wirklich anzufreunden. Komisch eigentlich, denn die Singles haben mir in Wahrheit von Anfang an im Radio gut gefallen. Doch obwohl ich mich selbst gerne immer dafür rühme, mich nicht von irgendwelchen Coolness-Trends beeinflussen zu lassen, war da so ein Gefühl in mir, dass sich eben diese Singles mehr wie alte U2 Rocksongs anhören, als wie neues Zeug. Doch gerade das hat mich dann am Ende wohl irgendwie überzeugt: Ich mag Bands, die irgendwie einen eindeutig eigenen Sound haben, den man sofort erkennt. Ich hasse Bands, die ich kaum voneinander unterscheiden kann. Und so ist diese Platte nach und nach zu einer meiner meistgehörten in diesem Jahr geworden, beinahe ohne Schwachstelle. Deshalb hat sie sich zwar nach und nach, aber letztlich doch eindeutig Platz drei verdient.</p>
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<p class="MsoNormal">Platz 2: Peter Fox &#8211; Stadtaffe</p>
<p class="MsoNormal">Platz eins und zwei meiner kleinen Charts war besonders einfach zu vergeben und ganz klar. Diese beiden Platten hab ich nicht nur eindeutig am meisten gehört, sondern sind auch eindeutig meine Favorites. Nachdem meine 5er Auswahl doch für mich selbst auch überraschend Alternative-Lastig ausgefallen ist, auf Platz 2 doch noch ein Beweis, dass ich mich nicht gerne irgendwelchen Genres zuordnen lasse. Peter Fox von Seeed war für mich eine besonders positive Überraschung. Nicht nur, dass ich sein Album für wesentlich besser und interessanter halte als die letzte Scheibe von Seeed, ist sie für mich auch noch zu einem richtigen Jan Delay Ersatz im Jahr 2008 geworden. Dieser soll ja 2009 wieder am Werk sein. Doch Peter Fox hat mich mit cooler Musik (vor allem Streicher mag ich immer!) und pfiffigen Texten positiv überrascht. Die Hälfte der Texte dreht sich dabei um seine Heimatstadt Berlin, ebenfalls etwas was mich sehr anspricht. Nicht nur weil ich ein großer Berlinfan bin, sondern weil die Hymnen an die Nächte in der Großstadt, oder den Sommer in der Großstadt, letztlich irgendwie auch für Wien anwendbar sind. Und die Single „Alles Neu“ ist für mich ohnehin die Hymne für alle Momente im Leben, wenn große Veränderungen anstehen. Und das ist immer gut!</p>
<p class="MsoNormal">Platz 1: MGMT &#8211; Oracular Spectacular</p>
<p class="MsoNormal">Manche Alben schlagen ein wie eine Bombe: Einmal hören, sie gefällt spontan. Zweimal hören, man kennt bereits einige der Songs. Dreimal hören, und ich wusste das ist mein Album des Jahres. Warum das so ist, ist schwer zu erklären. Ich glaube bei mir ist es da wie auch bei Filmen. Es gibt Filme die sind gut, aus verschiedenen Gründen, weil die Story gut ist, weil die Schauspieler unheimlich überzeugend waren, weil die visuellen Effekt gemeinsam mit der Musik unglaublich cool waren usw. Doch dann gibt es Filme, die schaffen es aus irgendeinem Grund mich emotional zu berühren, unabhängig ob das nun ein tieftrauriges Gefühl ist, ein motivierendes Glücksgefühl, eine Inspiration für irgendwas oder was auch immer. Aber sie bleiben tiefer hängen und wirken in meinem Kopf noch lange nach. Ähnlich ist es mir mit MGMT gegangen. Nicht, dass ich jeden Text verstanden hätte. Aber es ist doch die Art von Mischung von Texten (oder zumindest Text-Teilen) und einer Musik, die diese Texte verstärkt und irgendwie zu emotional ganz starken Nummern macht, die erstaunlicher Weise in depressiven Momenten genauso passen wie bei voller Lautstärke auf Partys.</p>
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